Für gewöhnlich wünscht man sich ein frohes neues Jahr maximal bis Mitte Januar, aber Anke erzählte mir gestern, sie habe es erst gestern geschafft im neuen Jahr mit ihrem Vater zu telefonieren und sich deshalb de facto jetzt erst ein neues Jahr zu wünschen. Ihr sei es verziehen, denn sie schreibt ihre Magisterarbeit. E m p i r i s c h (= inklusive wahnsinnig nervtötende Datensammlung). Und irgendwas mit Medien. Dementsprechend hat sie alle Freiheiten in Sachen Freundschaftspflege und darf sich verhalten wie eine Rampensau. Was sie aber nicht tut. Ich dagegen bin seit vergangenen Oktober wieder wohlbehalten in Köln angesiedelt und habe trotzdem bis vor Weihnachten nicht ein einziges Mal geschafft an meinen Blog zu denken. De facto nicht bis ich diesen Mittwoch mein Ticket fürs Haldern dieses Jahr gekauft bekam und feststellte, dass mein letzter Eintrag über den Nudelsalat stammte den ich d a m a l s (kann man nach 7 Monaten mal sagen..) gemacht habe.
In der Zwischenzeit sammelten sich die Fotos auf meinem Telefon, die ich "mal für nen neuen Blogeintrag" zu verwenden gedachte. Vo den Fotos, die noch aus meinem Chinajahr auf schriftliche Abhandlungen ihrer Ereignisse warteten, wollen wir gar nicht erst anfangen, okay?
Denn e i g e n t l i c h befinde ich mich gerade auch schon wieder im sogenannten Prüfungsstress, da die Semesterabschlussklausuren anstehen. Ganz nebenbei bin ich im neuen Jahr meinem einzigem Vorsatz bisher treu geblieben und treibe Sport. Naja, ich hampele wöchentlich durch ein Frauenfitnessstudio, mal zu lateinsüdhippopafroamerikanischer Musik, mal versuche ich mir einfach nur nicht an den Stemm-und Ziehmaschinen die Schulter auszurenken. Yoga steht nach zwei Jahren Pause auch wieder auf dem Programm, wobei ich den Luxus meiner ersten Yogarunden vermisse, in denen Valeria uns bei der Tiefenentspannung ganz nebenbei noch mit gutem Naturkosmetik-Kharma versorgte.
Langer Rede kurzer Sinn: Anke, Magisterarbeit, trotzdem tolle Freundin. Nachher werde ich mit Roel bei ihr vorbeispazieren und etwas trinken, bevor wir zu Daniel Snaiths Platten-Draaierei grooven. Und weil ich so viel mehr gutzumachen habe bei jedem, der diesen Blog mal aboniert hatte, als Anke bei irgendeinem vernachlässigtem Freundeskreis, gibt es hier das Rezept für ein wahnsinnig ausgefuchstes Hoummous, das ich nachher Anke mitbringen werde.
Auf zwei Dosen Kichererbsen habe ich 4 geröstete Knoblauchzehen gepackt, damit wir nachher viel Platz auf der Tanzfläche zum "grooven" haben. Unfassbar. Kaum heißt eine Party so, bin ich völlig angetan von dem Wort. Ein Hoch aufs Prokrastinieren vor Prüfungen und ein gesundes neues Jahr.
////// R E Z E P T
1 Dose Kichererbsen a
2 Knoblauch
2 EL Cashewkerne
2 Schubs Olivenöl
3 Stiele Minze und Petersilie
2 Schubs Zitronensaft
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Bei Bedarf gerne den Pfeffer (bei mir war es schwarzer, feingemahlen) mit Cayenne ersetzen, allerdings hatte ich das Gefühl, mit den frischen Kräutern, Cashewkernen und geröstetem Knoblauch genügend Geschmacksknospen anzusprechen.
Hoummous ist einfacher zu machen als zu Buchstabieren. W o r d. Ich bin mir nichtmal sicher, ob ich es richtig geschrieben habe, aber so faul nachzusehen, wie ich zu faul war die Mengenangabe auf der Dose nachzusehen. Es war Tomatenstückchen-Größe, nicht Hühner-Nudeltopf, falls die Beschreibung hilft..
Kichererbsen abtropfen, mit Petersilie, Minze, Salz, Pfeffer, Zitronensaft, einem der Olivenölschubser in eine Schüssel geben. Cashews und Knoblauchzehen (nicht gehackt, sonst verbrennen sie zu sehr) mit dem anderen Schubs Olivenöl in einer Pfanne anrösten, bis sie Farbe bekommen. Ebenfalls in die Schüssel geben und mit dem Stabmixer durchpürieren.
Nach Geschmack weiter Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer hinzugeben, manche mögen es fruchtiger, salziger, cremiger (durch das Olivenöl) oder würziger, in jedem Fall wird der Knoblauch ziemlich deutlich sein, was man auch noch durch mehr Kräuter abwechseln kann.
Hoummous ist wirklich ein DIY-Produkt, dass bei mir jedes mal anders gerät, aber die geröstete Knoblauch Version hat es mir natürlich angetan. Hier eine Rezeptvariante aus den USA.
Das ist das süße Glas, dass ich nachher zu Anke mitnehme, Fotos zum eigentlichen Arbeitsprozess gibt es nicht, da sie mit meiner neuen Rührschüssel zwar sehr hübsch aber ziemlich unspektakulär wären, außerdem hab ich schlichtweg nicht daran gedacht, das Rezept zu posten, bis ich das Hoummous probierte und all das gute Eiweiß dachte, dass unser Hirn so fit macht. Und weil ich und Anke sicherlich nicht als einzige derzeit über Büchern leben, konnte ich das "Rezept", den wenigen die so etwas noch nie gemacht haben nicht vorenthalten.



















